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klimakroete.de seit 1996 präsentiert von Günter Voßwinkel
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Und hier nun der Wetterrückblick für Oktober 2026 in Ahlen/Westf... Beobachtungen, besondere Ereignisse und steuernde Großwetterlagen bieten Hintergrundwissen:
gue In diesem Monat konnte eine in vielerlei Hinsicht erhoffte höhere Regenspende den Sektor beglücken. Damit war seit dem meteorologischen Sommerbeginn erstmals
eine überdurchschnittliche Regenmenge von 87,5 l/m² erfasst werden. Ursache waren einerseits eine höhere Anzahl von Regentagen, die mit Blick auf den Kleingarten 14 solcher Tage
ergab als auch deutlich höhere Tagesmengen.
Gleichzeitig machte sich neben der wechselhaften Witterung naturgemäß mit mehr Bewölkung und tiefem Sonnenstand die negative Energiebilanz mit einem sinken der Temperaturen
bemerkbar. Dennoch kam es nochmals zu warmen Phasen mit mehr als 20 Grad C. So konnte die Lufttemperatur am 7. einem Höchstwert von 24,4 Grad C erreichen. Eine weitere
Spitze bei der Temperatur lieferten der 15. und 16. mit 20,6 Grad und 23,9 Grad.
Die warme Phase zu Montaganfang war einem Höhenhoch geschuldet, das vom zentralen Mittelmeer nordostwärts in einem Höhenhoch über dem Baltikum seinen Abschluss fand. Ein
vom Nordostatlantik in den Rücken laufender Höhentrog wurde dabei abgeschwächt und initiierte über Skandianvien eine frontale Westdrift. Innerhalb einer zyklonalen Schwachstelle
am Boden sorgte die Kaltfront des Sturmtiefs �Eva� für teils mäßige Regenfälle über Westfalen. Hinter der Kaltfront bewirkte offensichtlich die überhitzte atlantische Meeresluft
in Verbindung mit einem auf den Atlantik ziehenden Trog mit prefrontaler Warmluftadvektion für einen neuerlichen Potentialanstieg vom Atlantik her in Richtung Mittel- und Osteuropa.
In diesem Kontext brachten weitere Hochs am Boden von Westen her Hochdruckwetter und fast sommerliches Wetter. Nach Auflösung weniger Nebelfelder sorgte zeitweise sonniges Wetter
für Höchstwerte über 22 Grad. Der 7. bot maximal 24,4 Grad C. Mit dem Tief �Felicia� und einem über Deutschland rasch hinwegschwenkenden Höhentrog erfolgte in Ahlen ein merklicher
Temperaturrückgang mit nur noch 13,1 Grad C Höchsttemperatur am 9. Oktober. Damit war dann ein wechselhafter und herbstlicher Zyklus mit Regenfällen eröffnet. Am 8. hatte
Tief �Felicia� mit über 25 l/m² Regen reichlich nass geliefert.
Erst ab dem 14. breiteten sich von Südwesteuropa ein amplifizierender Höhenrücken und das Bodenhoch �Florian� über Deutschland bis zur Ostsee aus. Damit kehrte die Sonne zurück
und lieferte mit Einstrahlung und Advektiv einem Temperaturanstieg auf 20 bis 24 Grad C. Nach Frühwerten zwischen 6 und 8 Grad C eine beachtliche Erwärmung. Am 17. folgte die in
einen Bodentrog eingefasste Kaltfront von der Nordsee her mit einem Schwall erwärmter Kaltluft von der Nordsee her. Dieser Front folgte in 500 Hekto-Pacal rasch ein Höhentrog,
aus dem über der Deutschen Bucht ein Kaltlufttropfen entstand, der am 18. nach Nordfrankreich driftete. Unterdessen bohrte sich im Nordwesten von England her ein kräftiger
Höhenkeil über das Nordmeer nach Skandinavien, wo eine Höhenhochzelle entstand. Am Boden bewegte sich Schwergewicht �Gerhard� mit 1040 hPa zur Ostsee und Weißrussland.
Wettermäßig sorgte ein trockener, lebhafter Nordost- bis Ostwind für trockenes und mildes Wetter mit 13 bis 14 Grad C bei zeitweiligem Sonnenschein.
Die nächste Wetterumstellung war mit einer von England nach Nordwestdeutschland ziehenden Tiefdruckrinne verbunden. Eingelagerte Okklusionsfronten leiteten allmählich zu einer
windigen Herbstsequenz über. Bei unerheblichen Temperaturwechseln lebte der Südwestwind stark auf und brachte uns am 23. das Sturmtief �Luise� über Südengland auf die Wetterkarte.
Mit den Ausläufern von �Luise� entluden Regenwolken bis zu 12 l/m² Regen im Kleingarten. Windböen bis 69 km/h standen auf der Agenda. Das nächste Sturmtief namens �Manja� folgte
vom Nordostatlantik rasch hinterher und zog über Schottland in die Nordsee. Im Verlauf dieser Entwicklung erreichte der Kerndruck fast 945 hPa. Innerhalb von 24 Stunden sank
der Luftdruck im Kern um 56 hPa! Mit den Ausläufern regnete es am 25. im Sektor ergiebig mit bis zu 16,6 l/m² im Kleingarten. Die folgenden Tage lieferten weiteren Regen
mit milden Temperaturen nahe 14 Grad C. Das nächste Sturmtief auf dem Nordostatlantik öffnete mit dessen Warmfront am 27. ihren Warmluftsektor mit bis zu 18,7 Grad C in der Spitze.
Für den Rest des Monats dominierte mit Sonnenschein, Nebel und Hochnebel das Hoch �Jurij� mit seinem Schwerpunkt über Deutschland den Wettercharakter. Mit Tageshöchstwerten
von 11 bis 14 Grad blieb der Oktober mild. In den Morgenstunden kühlte die Lufttemperatur auf 6 bis 5 Grad C runter.
Bilanz:
Monatsmitteltemperatur 11,7 Grad C. Abweichung 1995-2025: +0,5 °Kelvin; Abweichung 1961-90: +1,3 ° K. Mittleres Maximum 17,2 °C; Mittleres Minimum 8,4 °C; Mittleres Minimum 5
cm 7,5 °C. Monatsmittel Bodentemperatur -10 cm Tiefe: 13,0 °C. Regenmenge 87,5 l/m². Abweichung 1995-2025: +41%. Mittlerer Luftdruck NN: 1016,5 hPa +1,0 hPa. Monatsmittel
relative Luftfeuchtigkeit 86 %.
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Aus zwei Referaten habe ich hier für den Zweck der Information zwei Audiodateinen angefertigt: von Prof. Dr. Lesch und
Audio Talkrunde mit Prof. Dr. Christan Stöcker, Prof. Dr. Claudia Kemfert (DIW) und Prof. Dr. Anita Engels (Soziologie)
Audio Referat Prof. Dr. Harald Lesch